Ausstellung: Elina Lehtoranta: Der Weiblichkeitswahn – Bitte Schutzfolie entfernen

Der Begriff des „Weiblichkeitswahns“ (im Original The Feminine Mystique) wurde in den 1960er Jahren von der amerikanischen Feministin der zweiten Welle, Betty Friedan, in ihrem gleichnamigen Buch geprägt. Kurz gesagt, beinhalteten diese Harhas (Illusionen) die Konditionierung von Frauen zu dem Glauben, dass Mutterschaft die Erfüllung des Frauenseins sei und dass die primäre Rolle einer Frau darin bestehe, sich um das Heim und sich selbst zu kümmern, während Männer den Lebensunterhalt der Familie sichern. Heute, in den 2020er Jahren – in denen diese antiquierten Geschlechterrollen gelegentlich wieder auftauchen –, dient die Ausstellung Der Weiblichkeitswahn – Bitte Schutzfolie entfernen als selbstironisches, kritisches Statement und als eine Form der Selbstporträtierung, die den Kampf mit diesen Illusionen dokumentiert.

12.–22.8.2026

Dienstag-Samstag 15-19 Uhr

Berlin

Eugen-Schönhaar-Strasse 6a, 10407 Berlin

Galerie Pleiku

Ausstellung

Vernissage: Dienstag 11.8. 19:00-21:00 Uhr

Der Begriff des „Weiblichkeitswahns“ (im Original The Feminine Mystique) wurde in den 1960er Jahren von der amerikanischen Feministin der zweiten Welle, Betty Friedan, in ihrem gleichnamigen Buch geprägt. Kurz gesagt, beinhalteten diese Harhas (Illusionen) die Konditionierung von Frauen zu dem Glauben, dass Mutterschaft die Erfüllung des Frauenseins sei und dass die primäre Rolle einer Frau darin bestehe, sich um das Heim und sich selbst zu kümmern, während Männer den Lebensunterhalt der Familie sichern. Heute, in den 2020er Jahren – in denen diese antiquierten Geschlechterrollen gelegentlich wieder auftauchen –, dient die Ausstellung Der Weiblichkeitswahn – Bitte Schutzfolie entfernen als selbstironisches, kritisches Statement und als eine Form der Selbstporträtierung, die den Kampf mit diesen Illusionen dokumentiert. Sie untersucht, wie es ist, an diesen Idealen zu scheitern. Die Ausstellung umfasst fotografische Arbeiten und Videowerke.

 

Elina Lehtoranta (geb. 1984) ist eine in Helsinki lebende bildende Künstlerin und Master of Arts. Sie hat an der Pekka-Halonen-Akademie, der Kunstakademie Turku und der Aalto-Universität für Kunst, Design und Architektur studiert. Derzeit absolviert sie ein Masterstudium in Gender Studies an der Universität Helsinki. In ihrer Arbeit, die Fotografie, Video und Malerei umfasst, verbindet Lehtoranta Humor, Rohheit und lebendige Farben. Ihre Werke greifen oft auf eigene Erfahrungen zurück, die durch ein starkes Gefühl der Unrealität verstärkt werden. In dieser Ausstellung sind neben Einflüssen aus Judith Butlers Theorie der Geschlechterperformativität auch Referenzen an das Werk von Helmut Newton – eine ihrer jüngsten Inspirationsquellen – zu sehen. Die Experimentalfilme der Ausstellung sind mit Musik der finnischen Indie-Künstlerin Cool Pinky unterlegt.

 

Lehtoranta ist Mitglied der Künstlervereinigung Muu ry und des finnischen Malerverbandes.

 

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The Feminine Mystique– Please Remove Protective Film

 

The concept of the "feminine mystique" was introduced in the 1960s by the American second-wave feminist Betty Friedan in her book of the same name. In short, these mystiques involved conditioning women to believe that motherhood is the fulfillment of womanhood, and that a woman’s primary role is to care for the home and herself, while men provide the family's livelihood. Now, in the 2020s—as these antiquated gender roles occasionally resurface—the exhibition *The Feminine Mystique – Please Remove Protective Film* serves as a self-ironic, critical statement and a form of self-portraiture documenting the struggle with these illusions. It explores what it means to fail to live up to these ideals. The exhibition comprises photographic and video works.

 

Elina Lehtoranta (b. 1984) is a Helsinki-based visual artist and Master of Arts. She has studied at the Pekka Halonen Academy, Turku Arts Academy, and Aalto University School of Arts, Design and Architecture. She is currently completing a Master’s degree in Gender Studies at the University of Helsinki. Working across photography, video, and painting, Lehtoranta combines humor, rawness, and vivid color. Her works often draw on her own lived experience, heightened by a strong sense of unreality. In this exhibition, references to Helmut Newton—one of her recent sources of inspiration—can be seen alongside influences from Judith Butler’s theory of gender performativity. The experimental films in the exhibition feature music by Finnish indie artist Cool Pinky.

 

Lehtoranta is a member of Atists’ Association Muu and Finnish Painters Union.