Kommandeurskreuz des Ordens des Löwen von Finnland an Hans Ulrich Habegger überreicht
Oberst a. D. Hans Ulrich Habegger wurde mit dem Kommandeurskreuz des Ordens des Löwen von Finnland ausgezeichnet – eine Ehrung für sein jahrzehntelanges Engagement zur Stärkung der Beziehungen zwischen Finnland und der Schweiz. Habegger spielte eine zentrale Rolle in der militärischen zusammenarbeit beider Länder, der Weiterentwicklung des Mannerheim-Stipendienprogramms sowie der jährlichen Mannerheim-Gedenkfeier in Montreux.
Am 27.01.2026, genau 75 Jahre nach dem Tod des Marschall Mannerheim, hat der finnische Botschafter Okko-Pekka Salmimies Oberst a. D. Hans Ulrich Habegger das Kommandeurskreuz des Ordens des Löwen von Finnland überreicht. Habegger hat das Kommandeurskreuz in Anerkennung seiner langjährigen persönlichen Verdienste für die Beziehungen zwischen Finnland und der Schweiz bekommen.
Während seiner Karriere hat Oberst Habegger besonders die militärischen Beziehungen zwischen den beiden Ländern fördert. Seine eigene Beziehung mit Finnland begann schon im Jahr 1984 an während er sein ETH-Studium in Zürich studierte. Dort machte er Bekanntschaft mit einem finnischen Mannerheim Stipendiaten. Zwei Jahre später wurde er selbst Mannerheim-Stipendiat.
Nach seinem Stipendienaufenthalt in Finnland begann Hans Ulrich Habegger, die Zusammenarbeit zwischen den Offizieren beider Länder auch mit viel persönlichem Einsatz auszubauen als er im Jahr 1989 zu einem der Mitbegründer der Finnisch-Schweizerischen Offiziersvereinigung wurde, der er zunächst als Vorstandsmitglied und später Präsident diente. In diesem Zusammenhang betreute Habegger zwischen 1989 und 2007 insgesamt neunzehn finnische Mannerheim-Stipendiaten. Ohne seines Zusatzes wäre das Programm nicht so weiterentwickelt worden, wie es heutzutage ist. Oberst Habeggers aktiver Ansatz so wie seine breiten kooperativen Netzwerke waren bis zu seiner Pensionierung eine wichtige Stärke des Programms.
Zusätzlich führte Oberst Habegger über 20 Jahre den bilateralen Austausch der Logistik-Fachoffiziere der beiden Länder und war ausserdem eine wichtige Figur an der Weiterentwicklung der jährlichen Gedenfeier zu Ehren des Marschall Mannerheim, die jährlich im Sommer in Montreux stattfindet.
Neben den finnischen Botschaftern nahmen zur Feier auch Korpskommandant a. D. Rebord, Divisionär Seewer, Oberst Suppiger, verteidigungsattaché Mälkki, mehrere Gäste sowie Oberst Habeggers Ehefrau und zwei Söhne teil.
Text (basierend auf der Festrede von Okko-Pekka Salmimies): Iida Aitolahti
Marschall Mannerheim
Genau vor 75 Jahren starb Marschall Mannerheim. Für den 1867 in Askainen geborenen Marschall war die Schweiz ein wichtiger Ort, vor allem im letzten Jahrzehnt seines Lebens. Nachdem Mannerheim 1943 schwer erkrankt war, reiste er zur Erholung nach Lugano. Später, im Jahr 1946, nachdem er sein Amt als Präsident niedergelegt hatte, hielt er sich hauptsächlich im Ausland auf und lebte ab 1948 dauerhaft in Montreux. Mannerheim starb 1951 in Lausanne.
Heute wird das Andenken an Mannerheim von der Finnisch-Schweizerischen Offiziersvereinigung, der Stadt Montreux sowie der Finnischen Botschaft gepflegt.
Quelle: Traditionsstiftung Mannerheim