Personalwechsel bei der Botschaft von Finnland in Bern
Susanna Kytösaho, Leiterin der Konsular- und Verwaltungsangelegenheiten sowie stellvertretende Missionschefin, kehrt nach drei Jahren zurück nach Finnland. Gleichzeitig heissen wir ihre Nachfolgerin Eili Andersson in Bern und im Team der Botschaft von Finnland herzlich willkommen.
Susanna Kytösaho, Leiterin Konsulat- und Verwaltungsangelegenheiten sowie Stellvertretende Missionschefin, beendet nach drei Jahren ihren Einsatz in Bern und kehrt im Rahmen der regulären diplomatischen Rotation nach Finnland zurück. Die Botschaft dankt Susanna Kytösaho herzlich für ihren engagierten Einsatz während ihrer Zeit in Bern und wünscht ihr für ihre Rückkehr nach Finnland alles Gute.
Ihre Nachfolgerin ist Eili Andersson, die ihre Tätigkeit an der Botschaft am 1. August aufgenommen hat. Sie wird in derselben Funktion gemeinsam mit dem Team die finnischen Interessen in der Schweiz und in Liechtenstein weiterführen. Die Botschaft von Finnland heisst Eili Andersson herzlich willkommen und wünscht ihr einen erfolgreichen Start in Bern.
Ebenfalls nach Finnland zurück kehrt Aino Orava, die während eines dreimonatigen Praktikums das Team der Botschaft in verschiedenen Bereichen unterstützt hat. Besonders engagierte sie sich in der Kommunikation und den Social-Media-Aktivitäten der Botschaft. Wir danken Aino herzlich für ihren wertvollen Einsatz und wünschen ihr für die Rückkehr nach Finnland sowie den erfolgreichen Abschluss ihres Studiums alles Gute.
An ihrem letzten Arbeitstag führte sie ein Gespräch mit Eili Andersson über deren bisherigen Werdegang im finnischen Aussenministerium und ihre Pläne in der Schweiz:
- Könntest du uns kurz etwas über dich und deinen beruflichen Werdegang im Aussenministerium erzählen?
Ich habe meine Laufbahn im finnischen Aussenministerium im Jahr 1984 begonnen, also vor 42 Jahren. Vor meinem Wechsel nach Bern war ich an den finnischen Vertretungen in Singapur, Budapest, Hongkong, Stockholm, Shanghai, Athen und Tallinn tätig. Meine Aufgaben umfassten überwiegend konsularische Dienstleistungen, Kommunikations- und Verwaltungsaufgaben.
- Welches deiner bisherigen Gastländer ist dir besonders in Erinnerung geblieben und warum?
Jedes meiner Gastländer hat auf seine eigene Weise einen besonderen Eindruck hinterlassen. Singapur hat für mich als erster Auslandsposten eine besondere Bedeutung, denn die erste Liebe bleibt immer die erste Liebe. Auch Hongkong nimmt einen besonderen Platz in unserer Familie ein, da es der erste Dienstort war, an den ich gemeinsam mit unseren Kindern zog. Die Jahre im Ausland haben ihr Leben nachhaltig geprägt.
- Was hat dein Interesse an der Diplomatie und an internationalen Aufgaben geweckt?
Ich stamme aus der finnischen Kleinstadt Lahti, doch Internationalität spielte schon früh eine Rolle in meinem Leben. Mein Vater war in den 1950er-Jahren neun Jahre lang auf den Weltmeeren unterwegs, und Buenos Aires war ein häufiges Gesprächsthema am Frühstückstisch meiner Kindheit. Vor Kurzem habe ich zudem Internationale Beziehungen an der Universität Lappland studiert. Es ist spannend, Theorie und Praxis miteinander zu verbinden.
- Worauf freust du dich in deiner neuen Aufgabe in der Schweiz am meisten?
Besonders freue ich mich darauf, meine Deutschkenntnisse anzuwenden und aufzufrischen. Mein Deutschunterricht liegt bereits 40 bis 50 Jahre zurück, weshalb viele moderne Begriffe damals noch kein Thema waren. Da die finnische Vertretung in Bern eher klein ist, freue ich mich ausserdem darauf, mit einer Vielzahl unterschiedlicher Themen und Aufgaben zu arbeiten. Darüber hinaus möchte ich die Schweiz möglichst intensiv kennenlernen, unter anderem beim Skifahren und Wandern.
- Warst du schon früher in der Schweiz?
Ich habe verschiedene Regionen der Schweiz bereits als Touristin besucht und Freunde besucht, die hier leben. Es ist jedoch das erste Mal, dass ich selbst in die Schweiz ziehe.
- Was möchtest du in der Schweiz unbedingt erleben oder sehen?
Das Treibenlassen in der Aare in Bern möchte ich auf jeden Fall erleben, auch wenn es mir jetzt noch ein wenig Respekt einflösst.
- Berge, Seen oder Städte: Was interessiert dich in der Schweiz am meisten?
Die Berge! Gebirgslandschaften sind wunderschön, und ich glaube nicht, dass ich jemals ihrer Schönheit überdrüssig werde.
- Welche typisch schweizerische Besonderheit würdest du gerne näher kennenlernen?
Das Schweizerdeutsch. Die lokale Sprechweise kann selbst für Menschen mit guten Deutschkenntnissen anfangs schwer verständlich sein. Zudem interessiert mich die schweizerische Mentalität, die meiner ersten Einschätzung nach einige Gemeinsamkeiten mit der finnischen aufweist, etwa die besondere Verbundenheit zur Natur. Interessanterweise verbindet unsere Länder auch ihre Mehrsprachigkeit.
- Drei Wörter, mit denen du dich selbst beschreiben würdest?
Positiv, neugierig, begeisterungsfähig!
- Welche Figur aus den Mumins wärst du?
Wahrscheinlich die Kleine My, zumindest was die Körpergrösse betrifft.
- Was ist das Erste, das du für einen Auslandseinsatz einpackst?
Familienfotos. Sie sind besonders wichtig, wenn die Familie in verschiedenen Ländern lebt.
- Wenn du den Schweizerinnen und Schweizern eine finnische Besonderheit vorstellen könntest, welche wäre das?
Die Sauna. Sie ist ein zentraler Bestandteil der finnischen Kultur und kann gleichzeitig Waschraum, Yogaraum und sogar Kirche sein.
Herzlich willkommen in der Schweiz, Eili Andersson, als neue Leiterin des Konsular- und Verwaltungsdienstes sowie stellvertretende Missionschefin!
Interview: Aino Orava, Hochschulpraktikantin, Botschaft von Finnland in Bern
Text: Philipp Jordi, Team Finland, Botschaft von Finnland in Bern, [email protected]