Ein Hoch auf Claire Ahos Werk

Am 10. Februar wurde das Erbe der finnischen Fotografie-Pionierin Claire Aho in der Residenz der Botschafterin Nina Vaskunlahti gefeiert.

Claire Aho war in vielerlei Hinsicht eine Vorreiterin. (V.l.n.r.) Kathleen Codd und Caroline Kenyon (The World Food Photography Awards), Botschafterin Nina Vaskunlahti, Lettie Andreyev (The World Food Photography Awards) und Jussi Brofeldt (AHO & SOLDAN -Foundation)
Claire Aho war in vielerlei Hinsicht eine Vorreiterin. (V.l.n.r.) Kathleen Codd und Caroline Kenyon (The World Food Photography Awards), Botschafterin Nina Vaskunlahti, Lettie Andreyev (The World Food Photography Awards) und Jussi Brofeldt (AHO & SOLDAN -Foundation)

Claire Aho (2.11.1924–29.11.2015) wurde in eine der größten Kultur- und Künstlerdynastien Finnlands hineingeboren. Mit 10 Jahren bekam sie ihre erste Kamera und war in vielerlei Hinsicht eine Vorreiterin – als Frau, die seit Ende der 1940er Jahre als Werbefotografin arbeitete, zu einer Zeit, als fast keine Frau in diesem Bereich tätig war, als Anwenderin der Farbfotografie sowie dank ihres einzigartigen Fotostils, ihres Sinns für Humor und ihrer Lebenskraft. Ihr Interesse umfasste ein breites Spektrum an Themen, von den Olympischen Spielen in Helsinki über Modefotos bis hin zu Werbeanzeigen. Sie arbeitete mit vielen einflussreichen Finnen und Finninnen (Armi Ratia, Timo Sarpaneva) und Unternehmen (Fazer, Valio, Marimekko) zusammen. Ihre Arbeit spiegelt die Geschichte des unabhängigen Finnlands über mehrere Jahrzehnte wider.

Am 10. Februar organisierte die Botschaft in Zusammenarbeit mit der AHO & SOLDAN Photo and Film Foundation und den World Food Photography Awards einen Empfang zu Ehren von Claire Aho. Im Jahr 2024 jährt sich Aho's Geburt zum hundertsten Mal.

An dem Empfang nahm auch Caroline Kenyon, Gründerin der World Photography Awards, teil, da der Preis eine Kategorie trägt, die nach Claire Aho benannt ist. Der Claire Aho Award for Women Photographers soll Fotografinnen – Amateure und Profis – auf der ganzen Welt fördern. In verschiedenen Kategorien werden Lebensmittel und ihr Einfluss auf unser Leben in allen möglichen Umgebungen dargestellt, von Studioaufnahmen bis hin zu Reportagen.

Das künstlerische Erbe von Claire Aho wird heute von ihrem Sohn Jussi Brofeldt gepflegt, dessen Herzensangelegenheit es ist, Ahos Werke und Karriere weltweit bekannt zu machen. Das finnische Außenministerium blickt auf eine lange Geschichte der Zusammenarbeit mit der AHO & SOLDAN-Stiftung zurück. Die Stiftung war einst der größte Lieferant von Dokumentarfilmen für das Außenministerium. Claire Ahos Bilder wurden nicht nur bei den Vereinten Nationen in New York, Genf und Nairobi, sondern auch in mehreren Botschaften auf der ganzen Welt ausgestellt, jetzt auch in Wien.

Botschafterin Nina Vaskunlahti freute sich, Gastgeberin eines entspannten Empfangs zu sein, an dem Diplomaten, Finnlandfreunde und Persönlichkeiten aus dem Kulturbereich teilnahmen.

Wir danken unseren Sponsoren Wein Wolf, Taittinger Champagne und Bimi® Brokkoli für ihre Zusammenarbeit.

Weitere Informationen:
www.ahosoldanfoundation.org
www.worldfoodphotographyawards.com

Text: Petra Hedman