Die Kriminalpolitik der Vereinten Nationen wurde in Abu Dhabi vorangetrieben
Der 10. Weltkongress der Vereinten Nationen zur Kriminalpolitik fand vom 26. September bis zum 1. Oktober in Abu Dhabi statt.
Die Konferenz, an der über 5.000 Teilnehmer teilnahmen, brachte VertreterInnen aus 119 Mitgliedsländern zusammen, darunter 40 Minister. Die finnische Delegation wurde von Justizministerin Leena Meri geleitet.
Ziel der Kongresse zur Kriminalpolitik ist es, Experten auf diesem Gebiet zusammenzubringen, um unter anderem Meinungen und Erfahrungen auszutauschen und globale Kriminalitätstrends zu erkennen. Die Mitgliedstaaten verabschiedeten als wichtigstes Ergebnis des Kongresses die Erklärung von Abu Dhabi zur Kriminalpolitik, die Leitlinien für die Arbeit der Vereinten Nationen in diesem Bereich für die nächsten fünf Jahre vorgibt.
Justizministerin Meri hielt eine Rede, in der sie unter anderem feststellte, dass Finnland seine Bemühungen im Kampf gegen die organisierte Kriminalität verstärkt habe. Die Ministerin versprach, dass Finnland seine Bemühungen zur Entwicklung elektronischer Dienstleistungen im Justizbereich fortsetzen werde, wobei auch die Möglichkeiten der künstlichen Intelligenz berücksichtigt würden. Die Justizministerin traf sich mit ihren Amtskollegen aus mehreren Ländern sowie mit Monica Juman, der Exekutivdirektorin des UNODC (Büro der Vereinten Nationen für Drogen- und Verbrechensbekämpfung).
Finnland nimmt eine starke Position bei der Förderung der Kriminalprävention ein. Im Rahmen der Tagung organisierte Finnland eine Nebenveranstaltung als Fortsetzung der im Frühjahr 2025 verabschiedeten Resolution der UN-Kommission für Kriminalpolitik mit dem Titel „Advancing crime prevention at all levels“. Bei der Nebenveranstaltung berichteten Podiumsteilnehmer,Innen die verschiedene Organisationen vertraten, über neue Trends und Erfordernisse im Bereich der Kriminalprävention. Finnland unterstützt das Projekt des UNODC zur Erfassung des Bedarfs an Kriminalprävention auf globaler Ebene.
Text: Otto Korhonen