Breite Sichtbarkeit für Finnland auf der IAEO Generalkonferenz
Die 70. Generalkonferenz der Internationalen Atomenergie-Organisation IAEO fand vom 14. bis 18. September 2026 in Wien statt.
Die Internationale Atomenergie-Organisation IAEO (engl. International Atomic Energy Agency) kam im September für ihre 70. Generalkonferenz in Wien zusammen. Die IAEO fördert und überwacht die friedliche und sichere Nutzung der Kernenergie weltweit. Außerdem bietet die IAEO Finnland und anderen Ländern vielseitige Möglichkeiten, die internationale Zusammenarbeit im Bereich der Kernkraft zu vertiefen.
Der für Kernenergiefragen zuständige Staatssekretär Mika Nykänen hob in seiner Rede vor der Generalversammlung Finnlands Kompetenz unter anderem bei der Endlagerung von Atommüll und der Entwicklung kleiner modularen Reaktoren hervor – beides Themen, an denen viele andere Mitgliedstaaten in ihren Beiträgen ihr Interesse zeigten.
Die Ständige Vertreterin Finnlands bei den UN-Organisationen in Wien, Nina Vaskunlahti, fungierte während der Generalversammlung als eine der Vizepräsidenten des Hauptausschusses der IAEO. Von den ausgehandelten Resolutionen wurden die Resolutionen zum nordkoreanischen Atomprogramm, zu einem atomwaffenfreien Nahen Osten sowie zur nuklearen Sicherheit und zu Sicherung in der Ukraine verabschiedet.
Die Woche war für Finnland auch im Hinblick auf die wirtschaftlichen Beziehungen von Bedeutung. Die finnische Delegation nahm beispielsweise an Treffen teil, bei denen es um die Entwicklung kleiner Kernkraftwerke, die nukleare Sicherheit und die Entsorgung von radioaktivem Abfall ging. Zur finnischen Delegation gehörten VertreterInnen der Staatsverwaltung (Ministerium für Wirtschaft und Beschäftigung, Außenministerium, Strahlenschutz- und Nuklearsicherheitsbehörde STUK) sowie der Wirtschaft (FinNuclear, Fortum, Posiva, TVO und VTT). Während seiner Visite traf Staatssekretär Nykänen auch den Generaldirektor der IAEO, Herrn Rafael Mariano Grossi, sowie die Stellvertretende Generaldirektorin für nukleare Sicherheit und Sicherung, Frau Karine Herviou. Zudem hielt die Delegation bilaterale Gespräche mit VertreterInnen mehrerer Länder ab.
Finnland organisierte während der Woche auch drei Side Events. Diese befassten sich mit der Reform der finnischen Gesetzgebung im Bereich der Kernenergie, der Stellung von Frauen auf dem Arbeitsmarkt in der Kernenergiebranche sowie der nordischen Zusammenarbeit im Bereich der nuklearen Sicherheit und Strahlenschutz. Die Veranstaltung zur Stellung von Frauen auf dem Arbeitsmarkt wurde in Zusammenarbeit mit der Organisation „Women in Fusion“ organisiert, während die Veranstaltung zur nordischen Zusammenarbeit gemeinsam mit Norwegen und Schweden stattfand. Der finnische Stand befand sich an zentraler Stelle in unmittelbarer Nähe des Plenarsaals, was eine hervorragende Gelegenheit zum Networking und zum Dialog mit den KonferenzteilnehmerInnen bot.
Text: Topias Favorin, Praktikant